Minister Willingmann wirbt für Freihandel und mehr Kooperation mit Russland

Por­trait Min­is­ter Will­ing­mann — Quelle: MW (Fotograf: Andreas Lan­der)

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Sach­sen-Anhalts Wirtschaftsmin­is­ter Prof. Dr. Armin Will­ing­mann hat auf dem Katha­ri­na-Forum<https://katharina-forum-zerbst.com/> in Zerbst/Anhalt (Land­kreis Anhalt-Bit­ter­feld) für mehr Koop­er­a­tion mit Rus­s­land gewor­ben. „Die Beziehun­gen zwis­chen Deutsch­land und der Rus­sis­chen Föder­a­tion sind seit der Ukraine-Krise deut­lich unterkühlt. Aber ger­ade in schwierigeren Zeit­en gilt es, den Dia­log zu suchen. Wir wollen ins Gespräch kom­men, die Zusam­me­nar­beit stärken und trotz der völk­er­rechtlich begrün­de­ten Sank­tio­nen neue Per­spek­tiv­en für den Han­del zwis­chen unseren Län­dern eröff­nen. Rus­s­land und Sach­sen-Anhalt verbindet viel, vor allem in Wirtschaft, Wis­senschaft und Kul­tur. Diese engen Beziehun­gen sind eine gute Basis für kün­ftige Koop­er­a­tio­nen“, sagte er heute zur Eröff­nung des Aben­demp­fangs der Lan­desregierung und der Stadt Zerbst/Anhalt.

Will­ing­mann machte sich auch für inter­na­tionalen Frei­han­del stark: „Han­del ist ger­ade für Deutsch­land und Sach­sen-Anhalt wichtig. Große Teile unser­er Wirtschaft und fast jed­er vierte deutsche Arbeit­splatz hän­gen vom Export ab. Ein flo­ri­eren­der Welthandel gibt wichtige Impulse für Wirtschaftswach­s­tum, Beschäf­ti­gung und Wohl­stand im Inland. Umso wichtiger sind offene Märk­te und ein fair­er inter­na­tionaler Wet­tbe­werb.“

Nach der Pre­miere 2018 find­et in diesem Jahr das 2. Katha­ri­na-Forum statt. Namensge­berin ist die rus­sis­che Zarin Katha­ri­na II., genan­nt Katha­ri­na die Große (1729–1796), die als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerb­st in Zerbst/Anhalt aufgewach­sen ist. Das Forum wurde von der Stadt Zerbst/Anhalt in Koop­er­a­tion mit dem Min­is­teri­um für Wirtschaft, Wis­senschaft und Dig­i­tal­isierung des Lan­des Sach­sen-Anhalt ins Leben gerufen. Ziel ist es, vor dem Hin­ter­grund der beste­hen­den Wirtschaftssank­tio­nen Kon­tak­te für kün­ftige Geschäfte zu knüpfen und damit der lan­gen Tra­di­tion deutsch-rus­sis­ch­er Beziehun­gen neue Impulse zu geben.
The­ma­tisch ori­en­tiert sich das diesjährige Forum an vier Schw­er­punk­ten: Erneuer­bare Energien und Chemiein­dus­trie, Medi­z­in­tech­nik und Biotech­nolo­gie, Dig­i­tale Trans­for­ma­tion sowie Agrar- und Ernährungswirtschaft. Zu den Teil­nehmern zählen u.a. der Gesandte der Rus­sis­chen Botschaft, Andrej Sobolew, der Leit­er der deutschen Repräsen­tanz der Han­dels- und Indus­triekam­mer Rus­s­lands, Dr. Sergej Nikitin, Del­e­ga­tio­nen aus Omsk und Uljanowsk sowie zahlre­iche Star­tups und Unternehmen aus Rus­s­land und Sach­sen-Anhalt.

2018 exportierten Unternehmen aus Sach­sen-Anhalt Waren im Wert von 315 Mil­lio­nen Euro nach Rus­s­land (zum Ver­gle­ich: im Reko­rd­jahr 2012 waren es ca. 503 Mio. Euro), v.a. phar­mazeutis­che und chemis­che Erzeug­nisse, Kun­st­stoffe, Fahrzeugkom­po­nen­ten, Papier­waren und Maschi­nen. Der Anteil am Gesam­t­ex­port Sach­sen-Anhalts lag bei 1,93 Prozent; im Export-Rank­ing belegt der rus­sis­che Markt damit Platz 15. Im Import-Rank­ing liegt Rus­s­land hinge­gen mit großem Abstand auf Platz 1: 2018 wur­den Güter im Wert von 4,9 Mil­liar­den Euro einge­führt, vor allem Erdöl und Erdgas (zum Ver­gle­ich: im Reko­rd­jahr 2012 waren es rund 6,44 Mil­liar­den Euro). Der Anteil am Gesamtim­port Sach­sen-Anhalts lag damit 2018 bei 25,89 Prozent.

Alle sieben staatlichen Uni­ver­sitäten und Hochschulen in Sach­sen-Anhalt unter­hal­ten vielfältige Koop­er­a­tions­beziehun­gen zu rus­sis­chen Part­nere­in­rich­tun­gen. Aktuell gibt es 378 Studierende aus Rus­s­land an den Hochschulein­rich­tun­gen des Lan­des (Stand: Win­terse­mes­ter 2018/19).

(P.I. Wirtschaftsmin­is­teri­um LSA)

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